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Allgemeine Informationen zum Motorrad

Oldtimerfans gibt es viele und nicht wenige von ihnen interessieren sich nicht (nur) für historische Autos, sondern auch für Zweiräder.

Sobald ein Motorrad zwanzig Jahre alt ist, kann es die Bezeichnung Oldtimer tragen, alle anderen Zweiräder, die zwar noch nicht ganz so alt sind, jedoch schon deutlich länger unterwegs sind als die gängigen Modelle, werden Youngtimer genannt und können als solche oft schon bei Old- und Youngtimertreffen präsentiert werden.

Die Geschichte des Motorrads geht zurück bis ins Jahr 1817, als Karl Drais eine Laufmaschine, die sogenannte Draisine, erfand. Das Gerät besaß keine Pedale und musste mit den Füßen angetrieben werden – daher der Name Laufmaschine. Er 1864 wurde der Pedalantrieb eingebaut und 1868 wurde daraufhin von Louis-Guillaume Perreaux das erste Dampfmotorrad entwickelt, das ab 1871 in Serie gebaut wurde.

Das erste Motorrad mit einem Benzinmotor entstand 1885 und wurde von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach gebaut. Der sogenannte Reitwagen, das erste richtige Motorrad der Welt, hatte einen Rahmen aus Holz sowie eisenbeschlagene Räder. Dieses Motorrad blieb ein Einzelstück, es diente lediglich als Versuchsfahrzeug. Das Original wurde 1903 durch ein Feuer zerstört aber im Deutschen Museum in München sowie im Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum gibt es Nachbauten.

1894 ging das Motorrad von Hildebrand & Wolfmüller in Serie. Dabei wurde auch zum ersten Mal der Name Motorrad verwendet, den sich der Hersteller patentrechtlich schützen ließ. Binnen drei Jahre wurden mehrere hundert Stück des Fahrzeugs gebaut, weil der Preis jedoch ebenso hoch war wie die Mängel viel, verkaufte es sich nicht sehr gut.

Erst in den folgenden Jahren und aufgrund technischer Neuerungen wurde das Motorrad zuverlässiger. So erfand Wilhelm Maybach den Spritzdüsenvergaser, den er sich 1893 patentieren ließ, und Robert Bosch die Magnetzündung, auf die er 1901 das Patent erhielt.

Die Zuverlässigkeit des Motorrads kann in den folgenden Jahren gesteigert werden. Zu den technischen Verbesserungen zählen der Spritzdüsenvergaser auf den Wilhelm Maybach 1893 das Patent erhielt und die Magnetzündung auf die Robert Bosch 1901 das Patent erhielt.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und dem technischen Fortschritt wuchs die Beliebtheit des Motorrads – nicht auch zuletzt, weil es immer zuverlässiger wurde. Die erste Firma, die Motorräder erfolgreich serienmäßig herstellte, war die amerikanische Firma Indian. Gegründet 1901 entwickelte sie sich zum größten Serienhersteller weltweit. Bis zu 60.000 Motorräder wurden im Jahr 1914 hergestellt. 1920 wurde Indian vom bis heute namhaften Hersteller Harley-Davidson abgelöst und 1928 produzierte DKW die meisten Motorräder.

Nach dem Krieg kamen immer mehr Unternehmen hinzu, unter anderem die BSA Group und NSU Motorenwerke AG. Mittlerweile dominieren vor allem japanische Firmen wie Honda, Suzuki, Yamaha und Kawasaki den Motorradmarkt. Doch auch BMW, Triumph oder KTM verkaufen erfolgreich Zweiräder und Harley-Davidson gilt weltweit als Kultmarke.

Neben den richtigen Motorrädern gibt es außerdem noch Mofas, Mopeds, Mokicks und Leichtkrafträder, die motorisiert sind.

Wer sich als Oldtimerliebhaber auf Zweiräder spezialisiert hat, braucht vor allem eins: Jede Menge Geld. Viele Maschinen sind so selten, dass sie bei Sammlern heiß begehrt. Zu den Motorrädern, die heute noch zu sehen sind, zählt zum Beispiel die Red Dragonfly, eine Yamaha YA-1, die 1956 als erstes Motorrad des japanischen Herstellers auf den Markt gebracht wurde. Auch alte Harleys erfreuen sich großer Beliebtheit und vor allem für die alten Maschinen werden heute Unsummen geboten.